Hochwasser am Waldsee Juli 2017

Starke, anhaltende Regenfälle haben Ende Juni 2017 das erste Mal nach 10 Jahren wieder dazu geführt, dass der Waldsee über die Ufer getreten ist.

Nach den schlechten Erfahrungen im Jahr 2007, wo das Wasser viele Wochen in den Gärten stand, hat sich der Waldseeverein bereits am 3. Juli schriftlich an das Bezirksamt gewandt und auf den Zustand am See hingewiesen, verbunden mit der Bitte, rechtzeitig dafür Sorge zu tragen, dass die Berliner Wasserbetriebe den Pegelstand des Sees durch Abpumpen wieder auf den, den Anwohnern rechtlich zugesicherten Höchststand, absenken.

Dies wurde abgelehnt, da man mit dem ungereinigten Regenwasser das Badegewässer des Schlachtensees nicht belasten wolle und im Übrigen die „Hochwasser-Situation“ mit der im Jahr 2007 nicht zu vergleichen sei. Wie wir alle wissen, es kam anders!

Starkregenfälle am Wochenende 22./23. Juli führten schließlich dazu, dass der bereits völlig durchtränkte Boden kein Wasser mehr aufnehmen konnte und der Waldsee nach und nach große Flächen der Anliegergärten einnahm.

Nach einem zweiwöchigen Dauerfeuer des Waldsee-Vereins per E-Mail und Telefon fanden sich nach und nach die zuständigen Stellen (oder diejenigen, die sich dafür hielten) bei Bezirksamt, Senat, LAGeSo und BWB, sodass mit tatkräftiger Unterstützung durch den Leiter des Beelitzhof schließlich am 7. August 2017 mit Hilfe eines auf dem Erdmann-Gräser-Weg aufgebauten Generators insgesamt 25.000 Kubikmeter Waldseewasser zunächst in den vor vielen Jahren verschlossenen Überlaufkanal gepumpt wurden und von dort in den Schlachtensee liefen. Die Pumpe lief insgesamt 10 Tage!

Manche Bäume und Sträucher standen da bereits mehr als vier Wochen unter Wasser. Die vollen Schäden werden sich erst im kommenden Frühjahr zeigen. Von den Schäden an einigen Häusern am Westende des Sees, wo das Grundwasser durch die Bodenplatte gedrungen ist, ganz zu schweigen.